Fessel-Klausel bei Berliner Mieterverein

Wer den teuren Berliner Mieterverein verlassen will, erlebt eine Überraschung: Man kann diese Verbraucherschutz-Organisation laut Paragraf 3 der Satzung nur zum Ende eines Kalenderjahres verlassen – und das auch nur, wenn man bis zum 30. September kündigt.

Solche Fessel-Klauseln erinnern an ISP- oder Handy-Verträge. Einer Verbraucherschutz-Organisation ist das unwürdig. Ein Austritt sollte zum Ende eines jeden Monats möglich sein.

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28 Antworten auf Fessel-Klausel bei Berliner Mieterverein

  1. messju sagt:

    Lieber Philip,

    sicherlich erscheint eine solche Klausel auf den ersten Blick als “Knebelei”.

    Jedoch ist diese Klausel absolut typisch für fast jeden Verein hier in Deutschland, sei es die „Deutsche Gesellschaft für Muskelschwund“ oder „Der Verein der Freunde der Nationalgalerie“ … ganz gleich, fast jeder Verein benutz diese Form der “Ausstiegsklausel”. Und das nicht ohne Grund, entpuppt Sie sich doch bei genauerer Betrachtung als logisches, wie notwendiges Mittel!

    Ich selbst habe (geringe) Erfahrungen in der Tätigkeit innerhalb eines Fördervereins und ich muss sagen, würde jeder zu jeder Zeit kündigen können, dann würden diverse Mitglieder diese Möglichkeit missbrauchen, um Druck auf den Verein zu Ihren Gunsten / ihrem Willen auszuüben. Und glaube mir, das tun schon genug Leute bei der jährlichen Kündigungsfrist. Doch diese Klausel hat auch noch einen ganz anderen Zweck. In der Regel hat ein Verein diverse Aufgaben zu bewältigen und in so einem „paar Mann“ Unternehmen ist eine solche Fluktuation kaum zu bewältigen.

    Ich möchte deshalb hier ganz klar plädieren, dies ist k e i n e Abo-Falle!

    Aber dies ist gar nicht der hauptsächlich Grund für dieses klare „Rechts-Missverständnis“. Es macht einfach keinen Sinn eine monatliche Kündigungsfrist bei einer j ä h r l i c h e n Mitgliedschaft wie im Mieterverein einzuräumen. Und hier liegt vielleicht auch das Missverständnis im Mitglied begraben: Dieses nimmt keine monatliche, sondern eine Jährliche Mitgliedschaft auf, mit entsprechender Kündigungsfrist. Irgendwann hast du dich doch auch über die Kündigungsfristen deiner Wohnung informiert!? Leider informieren sich Verbraucher im Vorhinein wenig über andere Kündigungsfristen und setzen die monatliche (komfortable) Frist, ob sinnvoll oder bequem, als gegeben voraus. Hier kann ich nur sagen: „Vorsicht“!

    Schlussendlich wird leider der „Verbraucher“ in den letzten drei Kalendermonaten „überrascht“, jedoch nicht mehr als in jeder anderen Kündigungsfrist, über die er sich im Vorhinein nicht informiert hat.

    Kurzum: Man hat somit in fast jedem Verein neun Monate lang die Gelegenheit seine jährliche Mitgliedschaft zu kündigen und dies ist mehr als ausreichend…

  2. Vetter sagt:

    Sehr geehrter Herr Banse,

    Sie meinen, eine lange Bindung sei für eine Verbraucherschutz-Organisation unwürdig. Ein Austritt sollte zum Ende eines jeden Monats möglich sein.

    Gemäß * Satzung § 3 Nr. 5. ist die Kündigung ist nur mit Vierteljahresfrist zum Ende eines Kalenderjahres zulässig; das Mitglied kann nicht zu einem früheren Termin als zum Ende des zweiten Kalenderjahres nach dem Eintrittsjahr kündigen, Mindestmitgliedschaft zwei Kalenderjahre.

    Die Kündigungsfrist sowie die Mindestmitgliedschaft sind gesetzlich (§ 39 BGB) vorgesehen und haben ihren guten Grund: Nur wenn die Mitglieder eine gewisse Zeit dem Verein angehören, können die umfangreichen Leistungen für den geringen Beitrag erbracht werden. Auf die Kündigungsfrist sowie die Mindestmitgliedschaft wird in den entsprechenden Unterlagen hingewiesen. Auch auf der Beitrittserklärung ist ein deutlicher Hinweis.

    Wir hoffen, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Berliner Mieterverein e.V.

    i. A. H. Vetter
    -Hauptgeschäftsführer-

  3. Andreas sagt:

    Ich empfehle die Berliner Mietergemeinschaft – da werden Sie geholfen. Für mich haben sie jedenfalls schon zwei mal Prozesse gegen Vermieter durchgefochten und wirklich Kohlen aus dem Feuer geholt – solange man auf dieser Seite des Mieter-Vermieter-Grabens steht, sind die wohl die besten. Der Mieterverein ist ohnehin ein westberliner Filzkind, aufgeblasen, autoritär und behördenhaft. Grüße aus Berlin Mitte

  4. Jedoch ist diese Klausel absolut typisch für fast jeden Verein hier in Deutschland

    Ehrlich? Keine Ahnung, aber, wie Andreas würde ich die BMG – http://www.bmgev.de – empfehlen. Da gibt es keine “Knebelverträge”, und sie ist, anders als die BMV, die im Deutschen Mieterbund ganz klar recht nah an die “große Politik” (genauer: bei der SPD) angesiedelt ist, hat die BMG keine parteipolitische Bindungen. Stattdessen ist die BMG Mitglied im Verbund der Alternativen Mietervereine.

    Und die eigene Geschichte wird “interessant” dargestellt. Statt eine “Festschrift” o.ä. zu verbreiten, lässt die BMG sich von “der Konkurrenz” (hier: der “Mieterschutzbund Berlin e.V.”) darstellen
    http://www.bmgev.de/verein/geschichte.html

  5. DerDemokrat sagt:

    Sehr geehrter Herr Banse,

    ich kann ihre Position durchaus verstehen.

    Jedoch muss ein derartiger gemeinnütziger Verein auch kalkulieren können:

    1. mit den Mitgliedsbeiträgen;
    2. mit den Beiträgen für die angeschlossenen Versicherungen, die ihre Kalkulationen auch über die Mitgliedszahlen regeln.

    Sie werden das gleiche Phänomen auch bei den Gewerkschaften, w.z.B. Verdi finden.
    Der Mieterverein muss sich, wie auch die Gewerkschaften, davor schützen, dass er nur als Prozessführer “missbraucht” wird und man nur zu dem Zwecke einsteigt und nach Prozess wieder sofort aussteigt.
    Diese Satzung bietet dem Verein und seinen Mitgliedern Rechts- und Kostensicherheit.

    Dies ist somit kein Knebelvertrag, sondern ein Erfordernis.

    MfG DD

  6. Joglu sagt:

    Wir sind seit 2005 Mitglied im Berliner Mieterverein. Bis 2008 wurde dieser von
    uns wenig in Anspruch genommen, ab 2008 ja. Seit dieser Zeit erhalten wir auf ge-
    zielte Fragen sehr oberflächliche Antworten wie: ” Na ja, die Kosten haben sich er-
    höht”. Vorgänge werden nicht mehr abgearbeitet, sondern die Mietglieder werden nur noch abgebügelt. Leider hören wir das immer wieder in letzter Zeit. Jetzt kommt es
    zum Countdown und zum Crash, uns steht es bis oben hin. Rechts-und Kostensicher-
    heit wird uns seit Monaten unter fadenscheinigen Antworten vorenthalten. Mal
    sehen, wie der Kampf um Prozesskostenhilfe weitergeht!

  7. Loki sagt:

    Ich möchte mich der Ausführung von “Joglu” anschließen. Ich bin seit 20 Jahren im Berliner Mieterverein Mitglied und habe immer das Gefühl gehabt, dass dieser mehr zu den Vermietern tendiert, als zu seinen Mitgliedern. Was auch immer ich an Problemen hatte, es gab immer in der Gegenantwort vom Mieterverein Floskeln” dass der Vermieter dieses oder jenes darf, obwohl im Mieterlexikon Gegenteiliges stand, oder das käme in meinem Fall nicht zum Tragen, oder das reicht nicht für eine gerichtliche Auseinandersetzung. So manche Fragen wurden erst gar nicht beantwortet. Es gab wirklich wenig, wo mir direkt geholfen wurde. Bei gerichtlichen Dingen ist es für mich eigentlich nur noch interessant dort als Mitglied zu bleiben, weil ich die Prozeßkosten nicht tragen muss. Mit meinem aktuellen Problem eine Modernisierung abzulehnen aus Gründen der Nutzlosigkeit wurde nun auch wieder abgeschmetter, dass es sich um eine “Bagatellmodernisierung” handelt und ich das hinnehmen müßte, da die Mieterhöhung sehr gering ist. Dabei ging es hier um ganz anderes, nämlich um eine Heizkörperanbringung in einer Speisekammer und Abstellkammer, die absolut sinnlos ist, weil die Einfachfenster von 1918 inzwischen fast verfault und wasserdurchlässigsind. Die sollten vom Vermieter instandgesetzt werden, dann braucht man in diesen Räumen keine Heizung. Nun klage ich privat bei einem Anwalt und es wird auch Erfolg haben. Die letzten Fragen in meinem Schreiben an der Mieterverein, wurden erst gar nicht beantwortet und ich hatte den Eindruck als ich den Brief las, dass ich doch nun endlich die Modernisierungsankündigung unterschreiben soll und dann ist Ruhe.
    Ebenso verhielt es sich, als ich Mißstände in unserem Haus anzeigte und wissen wollte, wie man dagegen vorgehen konnte. Natürlich nicht, war die Antwort und als ich nicht locker ließ und sagte, dass im Mieterlexikon aber etwas anderes zu lesen ist, hieß “fest steht doch Frau……, Sie können doch die Menschen nicht ändern”
    Einige Briefe vom Mieterverein an die Hausverwaltung haben eigentlich nur bewirkt, dass diese sich herabließ und mal Rundschreiben herausbrachte, aber danach war nichts mehr.
    Mir hat eine unserer ständig wechselnden Hausverwaltungen einmal gesagt, dass der Mieterverein seinen Mitgliedern nicht immer die richtige Auskunft gibt, ja sogar verkehrt. Es stimmt schon, man muss sehr aufpassen was der Mieterverein antwortet.

  8. Olaf Müller sagt:

    Ich suche Personen, die wie ich, sehr negative Erfahrungen mit der “Berliner Mietergemeinschaft” gemacht haben.
    Als im Jahr 2009 der Mitgliedsbeitrag gegen meinen Willen und zu meinen Ungunsten (ich erfuhr das durch Zufall aus der Mitgliederzeitung) um über 15% erhöht wurde, kündigte ich außerordentlich, da der zwischen dem Verein und mir geschlossene Vertrag einseitig verändert wurde, womit ich nicht einverstanden war.
    Man verklagte mich und – man wird es nicht glauben – der Verein gewann.
    Wenn sich ein Vermieter wagt, die Miete um über 15% zu erhöhen, dann würde der Verein “auf die Barrikaden” gehen – für sich selbst nimmt man das wie selbstverständlich in Anspruch und die Mitglieder müssen das tatenlos hinnehmen.

    Bitte meldet Euch, Ihr ebenso Unzufriedenen, damit wir gemeinsam handeln können.
    Kontakt über: mueller.olaf@mx.net

    Danke sagt: Olaf Müller.

  9. Daci sagt:

    Hallo Phillipp,

    bin auch total enttäuscht vom Berliner Mieterverein, obwohl er mich kulanterweise zur korrekten Kündigungsfrist “entlassen” hat, jedoch treffen bei mir Lokis Aussagen zu.
    Völlig kontraproduktive Beratung des BMV zu meinem Anliegen( s. Loki0 falsche Beartung/Aussagen)
    Heißt: ca. 3 Monate erzählt mir jeder Berater:” Ja,ja, Sie haben recht und wir “kämpfen Ihre Position” mit Ihnen durch,etc..pp und als dann aber ein Schreiben des RA meines Vermieters vorliegt, heißt es auf einmal:
    ” Ach ,nein, also da hat Ihr Vermieter recht.Da können wir nichts gegen machen, das müssen Sie jetzt so akzeptieren!”
    Das soll eine Beratung im Sinne des Mieters sein?
    Also da hätte ich ohne Beratung innerhalb von3 Monaten eine bessere Lösung für meinen Vermieter und mich gefunden”!
    Und auch keinerlei Einsehen des BMV, dass er da wohl mal falsch beraten hat, daher habe ich auch umgehend gekündigt ( immerhin war es gegen Jahresende,so das sich wenigstens halbwegs zügig raus kann)

  10. Wenke sagt:

    Hallo Philip, der Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber
    ich möchte trotzdem meine “Erfahrungen” mit dem Berliner
    Miterverein mitteilen um andere zu warnen. Mir ging es genau wie
    anderen (z.B. siehe oben: Daci, Joglu, Loki), ich hatte nicht nur
    das Gefühl, dass GEGEN mich und für den Vermieter gearbeitet wurde
    sondern durfte dies hautnah erfahren. Ich wurde über Monate von dem
    “Verein” nur hingehalten und vertröstet, dann (als es dringend
    wurde) schwenkte der Verein plötzlich einfach auf Vermieterseite um
    und ließ mich im Stich. Trotz der massiven menschenverachtenden
    Methoden des damaligen Vermieters bekam ich keine Unterstützung vom
    Mieterverein, sollte diesem nur unzählige Male den gesamten
    Schriftverkehr neu zuschicken (Hinhaltetaktik?) und erhielt dann
    nicht einmal die mir, lt. Satzung zustehende Prozesshilfe – wurde
    mir unter fadenscheinigen Begründungen verweigert. Auf Grund der
    tatenlos verflossenen Zeit (wo ich vom Verein nur vertröstet wurde)
    und der ausgebliebenen Unterstützung habe ich meine Wohnung
    verloren. Obwohl meine Mitgliedschaft sich auf diese Wohnung bezog
    (für mich als Mieter), wurden auch nach Verlust der Wohnung
    weiterhin unrechtmässig Mitgliedsbeiträge verlangt und abgebucht.
    Das Einzige, was bei dem Berliner Mieterverein ZUVERLÄSSIG
    funktionierte, war das Abbuchen der Mitgliedsbeiträge. Ich bin
    schwer enttäuscht von diesen korrupten Machenschaften und hätte das
    auch nicht erwartet. Leider bin ich VOR meinem Beitritt nicht auf
    negative Erfahrungsberichte gestoßen – aber nicht weil es sie nicht
    gibt, sondern weil niemand sie publik macht!!! Ich bin auch erst
    durch diesem Bericht dazu animiert worden, über meine schlechten
    Erfahrungen mit dem Berliner Mieterverein zu berichten. Ich hoffe,
    dass andere vielleicht daraus noch ihren Nutzen ziehen können und
    vorgewarnt sind. Eine Rechtschutzversicherung ist einfach
    sinnvoller und im Ernstfall hat man dann wenigstens eine seriöse
    Unterstützung. Mit freundlichen Grüßen Wenke

  11. LM sagt:

    ich würde euch den Spandauer Mieterverein für Verbraucherschutz e.V. empfehlen.. Hier wird nicht nur geredet, sondern gehandelt.. Und zwar sofort im Sinne derer, die die Hilfe benötigen.. ein noch kleiner aber stetig wachsender Verein.. der wirklich hilft..

  12. Thomas sagt:

    Wurde auch immer nur abgeschmettert vom Berliner Mieterverein. Aber was kann man dagegen tun? Mehr als Kündigen fällt mir nicht ein. Habe bald einen Termin und wenn da wieder gekniffen wird Kündige ich.

  13. amert sagt:

    Ich kann die negativen Erfahrungen leider nur bestätigen. Ich bin auch seit 20 jahren Mitglied und jetzt habe ich mal wirklich einen wichtigen Fall – eine Heizkostennachzahlung von mehreren Tausend Euro. Die Abrechnung ist schon zum zweiten Mal fehlerhaft und unplausibel. Die hohen Kosten wurden in keinster Weise vom Vermieter erklärt. Der Mieterverein rät mir zunächst 1000 € zu zahlen und Geld in der Hinterhand zu haben, falls noch Nachforderungen kommen!!!!!

    Ich bin schockiert und total genervt, dass ich mich jetzt als Laie mit einer komplizierten Materie auseinandersetzen muss. Ich kündige diesen Verein auf jeden Fall und bin mehr als enttäuscht. Wenn es um medienwirksame Auftritte und Beiträge in taz & Co. geht, ist der Berliner Mieterverein immer sofort zur Stelle. Nicht quatschen lieber Berliner Mieterverein, sondern machen!!!!!

  14. Anja sagt:

    Ich bin auch schon fast fünfzehn Jahre Mitglied beim Berliner Mieterverein. Beim ersten Versuch auszutreten, wurde ich am Telefon richtiggehend angemaunzt, dass das doch ein oker Preis sei, gute Leistungen und wie ich überhaupt auf die Idee käme auszutreten – “autoritär” ist das richtige Wort dafür. Jetzt mach’ ich’s endlich, und dank deinem Post auch zum 30. September. Dafür, dass ich ungefähr fünfmal da war und in Fällen, wo ich sie gebraucht hätte, keine wirkliche Hilfe bekam, ist das echt zu teuer. Es gab eine positive Ausnahme, ansonsten: Stundenlanges Warten, und dann ein müder Anwalt, der einem sowas rät, wie sich für ein paar Hundert Euro, die man nicht hat, einen Gutachter zu nehmen. Nee, also: Tschüss Mieterverein!

  15. Reni sagt:

    Hallo.
    Ich bin verärgert, einmal das ich diesen Beitrag erst jetzt sehe und zum zweiten das ich dem Berliner Mieterschutzbund beigetreten bin.
    Bei mir geht es um Schädlinge in der Wohnung( teppichkäfer in der auslegware) , die Kosten der Entsorgung des Belages und Verlegung neuen Belages sollen wir selbst tragen, obwohl dies vom Vormieter stammt und wir erst dort eingezogen sind, unwissend diesen Belag übernommen haben. In völliger sozialer Not und verzweiflung ging ich zum Mieterschutzbund und meldete mich an.
    Das Ergebnis, der feine Herr schaute sich nicht mal den Mietvertrag oder das Übernahmeprotokoll an, sondern speiste mich gleich mit den Händen gefaltet hinterm Kopf ab, da habe ich Pech gehabt.
    Nun haben wir einen Anwalt eingeschaltet, der ebenfalls über das Verhalten und unterlassener Hilfe des MSB erstaunt ist.
    hätte ich das eher gewusst wäre ich nicht beigetreten!!!

  16. Angy sagt:

    Bin ebenfalls super sauer auf diesen Geldsammel-Verein. Ich bin über 10 Jahre Mitglied, mir wurde noch nie geholfen. Jedesmal musste ich trotz kleinem Kind stundenlang warten, um völlig sinnlose “Tipps” zu bekommen, die immer nur darauf hinausliefen, dass ich mir letztlich selbst helfen (sämtlichen Schriftverkehr allein bewältigen – andere Mietervereine helfen dort!) oder eben dem Vermieter klein beigeben musste. Fazit: Der Verein hat bisher mehrere Hundert Euro von mir bekommen und dafür NICHTS geleistet! Jetzt habe ich bei einer anderen Organisation eine Mieterberatung inklusive, wollte dies zum Anlass nehmen, um zu kündigen – was mir verweigert wird, weil es nur noch 2 statt 3 Monate bis Jahresende sind. Also für ein langjähriges zahlendes und keine Kosten verursachendes Mitglied, alleinerziehend etc. – KEINE KULANZ. Für mich Abzocke vom Feinsten, ich verachte diesen Verein zutiefst und kann ihn keinesfalls weiterempfehlen! Finger weg!

  17. Tina sagt:

    Ich bin seit über 20 Jahren Mitglied im Berliner Mieterverein. 1995 hatte ich ein Problem mit einem Vermieter. Der Berliner Mieterverein war super korrekt. Wirklich beachtlich, wie die das geschaukelt haben. Dieses Jahr hatte ich wieder ein Problem mit einem Vermieter. Nun muss ich feststellen, dass sich sehr viel zum Negativen geändert hat beim diesem Verein. Es ist eine Schande. Ich war bei mehreren Beratern, was nötig war, weil die bringen nichtmal die Ruhe auf, richtig zuzuhören und wollten einen schnell abfertigen. Man bekommt keine brauchbare und vor allem keine verbindliche (!) Auskunft, nur vages Gelaber und am Ende sogar eine falsche Information. Es wird einem nicht die Aufmerksamkeit entgegengebracht, die ein kniffliger Fall erfordert. Auch in der Zentrale nicht! Dafür ist der Beitrag zu schade, quasi weggeworfen! Dann lieber etwas mehr zahlen für eine allgemeine Rechtsschutzversicherung, incl. Mietrecht. Da weiß man wenigstens, dass das Geld gut angelegt ist.

  18. N.Stickel sagt:

    Ich bin seit 16 Jahren Mitglied im BMV. Anfangs wurde mir gut geholfen wegen einer Eigenbedarfsklage durch meinen damaligen Vermieter. Musste zwar trotzdem ausziehen, aber zu annehmbaren Bedingungen, die die MV-Anwältin erreicht hatte. Beim nächsten Vermieter kam ich richtig vom “Regen in die Traufe”. Fast drei Jahre, bis zu meinem Auszug gabs nur Auseinandersetzungen. Ich hatte das große Glück, dass mein zuständiger Anwalt vom MV mit meinem korrupten Vermieter, aus früheren Erfahrungen offensichtlich noch eine “Rechnung offen hatte”. Er hat mir wirklich die ganze Zeit über tatkräftig zur Seite gestanden. Ohne ihn…. oh je! Aber seither mache ich leider in den letzten Jahren auch zunehmend die gleichen Erfahrungen wie in den meisten der vorhergehenden Beiträge beschrieben.Erst Gestern war ich wegen einer absolut unbegreiflichen Heizkostenabrechnung mit horrenden Nachzahlungen und völlig unklaren Verhältnissen zwischen Gesamtverbrauchszahlen und Heizölverbrauch bei der Rechtsberatung und hatte deutlich das Gefühl, dass dieser Herr mich schnellstens los werden wollte. Er hätte nicht so viel Zeit und könne keinen Fehler in der Abrechnung sehen, obwohl er die horrenden Forderungen auch auffällig fand und nicht erklären konnte.
    Ich hatte auch den Eindruck, dass er mich nur abbügeln und nicht beraten, geschweige mir helfen wollte. Er könne mir auch nicht sagen wie die hohen Zahlen zustande kämen. Woher solle er das denn wissen. Wozu brauch ich da eine Rechtsberatung von einem angeblichen Fachanwalt ? Offensichtlich hat der MV zunehmend seine Prioritäten verändert. Ich werde mich auch umorientieren müssen.

  19. Diana sagt:

    Hallo alle miteinander,

    ich habe seit über einem Jahr Ärger mit meiner Hausverwaltung (Ärger zum größten Teil wegen “Wir reagieren nicht”!), und kämpfte bis jetzt allein…Mittlerweile bin ich auch ausgezogen, in der Hoffnung endlich Frieden im eigenem Zuhause zu finden. Ich habe jetzt Frieden, dennoch geht der letzte Kampf um meine Kaution weiter…Da ich jetzt nicht mehr weiß was ich wie machen soll um mein Geld zu bekommen, wollte ich eigentlich auch einem Mieterverein beitretten.
    Bei meiner Recherche bin ich auf diese Seite gestoßen und sehr verunsichert, ob mir überhaupt jemand helfen kann ohne nur wieder selber daran zu verdienen?
    Sollte ich dann mir doch eher einen Anwalt suchen?Leider habe ich bis heute keine Rechtschutz abgeschlossen, sodass ich große Angst vor daraus entstehende Kosten habe.

  20. CM sagt:

    Hallo alle

    Schreckliche Geschichten!

    Ich wünschte, ich würde nie nach dem Lesen all dies verbunden. Ich habe keine verlässliche Hilfe von ihnen so weit. Ich kann nur am Ende des Jahres (3 Monate im Voraus natürlich) kündigen – da ich nicht Deutsch bin (danke Google übersetzen;)) weiß jemand, wo ich ihre Absage Papier, oder eine gute Vorlage auf der finden Internet? Vielen Dank!

    Claire

  21. Anne sagt:

    Alle Mietervereine sind nutzlos!

    Die Mitglieder finanzieren mit ihrem Beiträgen zweitklassige Anwälte, die sonst keine Arbeit finden würden.

    Schließt lieber eine Rechtsschutz mit Mieterklausel ab, dann könnt ihr euch einen vernünftigen Anwalt suchen und seid nicht auf solche Stümper angewiesen.

    Gruß, Anne

  22. Sabine sagt:

    Mir haben Eure Beiträge sehr geholfen… Vielen Dank.
    Also werde ich dem Mieterverein NICHT beitreten.

    Als ob die Hausverwaltungen bescheid wüssten, das wir Mieter denen im Grunde ausgeliefert sind.
    Selbst riesengroße Verwaltungen wie die *degewo* sind supermies zu Ihren Mietern.
    Nach außen hin prahlen sie in teuren Werbungen, wie toll sie sind und intern geht die Luzi ab.

    Marode Fenster, hohe Heizkosten alleine haben mich 5 Jahre Kampf gekostet…und von den anderen Mängeln, bzw. Strangsanierungshöllentrip mag ich garnicht berichten.
    “Ziehen Sie doch aus!?!”…haben Sie schon einigen Mietern an den Kopf geknallt…kaum zu glauben.
    Ich durfte es mir vor kurzem auch anhören,als ob man in einem Hotel eingecheckt hätte.
    Ständige Mieterhöhung ist selbstverständlich und das nicht wenig.

    Es herrscht Wohnungsmangel in Berlin…ich wäre gerne weg! Ich will auch weg.
    Nur sollte ich vielleicht langsam mal einen Rechtsschutz oder ähnliches abschließen, denn Probleme beim Auszug sind vorprogrammiert.

    Vielen Dank nochmal an Alle.
    Lg.

  23. Tina sagt:

    Die Qualität der Beratung und die Behandlung, die man als Mitglied beim BMV erfährt hat sich in den letzten Jahren sehr verschlechtert. Der Verein war mal gut und ich bin von dieser Entwicklung sehr entäuscht. Wen ein Fall nicht ins Raster passt, dann wird man abgewimmelt. Was soll ich mit einem Mieterrechtsschutz, wenn die Beratung unzureichend, weil eilig ist und die Bearbeitung meiner Angelgenheit sich ewig hinschleppt. Ich kann den BMV heute nicht mehr empfehlen, solange der Mitarbeiterstab nicht aufgerüstet wird. Mich wundert, dass hier so viele Erfahrungsberichte stehen und sonst im Internet kaum welche zu finden sind.

  24. Aydin sagt:

    Ich habe gerade einen Prozess mit diesem Mieterverein hinter mir, wo die Herren der Meinung waren, dass sie meine Kündigung vor 3 Jahren nie bekommen haben. Ich bin beweispflichtig und habe dem Anraten der Richterin somit zugestimmt, die Schuld anzuerkennen. Kein Entgegenkommen von der Mietervereinigung, obwohl diese mitbekommen haben, dass ich seit meiner Kündigung 3 Jahre lang keine Rechnungen, Mahnungen etc. bekommen habe! Auch wenn diese angeblich meine Kündigung nicht bbekommen haben, bin ich von einer konkludenten Handlung ausgegangen. Sie wollten, nachdem der Anwalt gehört hatte, dass die Richterin meine Ausführung als unzureichend ansieht (Beweislast), alle Forderungen inkl. Zinsen etc. beglichen haben. Also kurz zusammengefasst: “Ich habe ein Jahr bezahlt und hatte Anspruch auf eine Beratung. In den nächsten 3 Jahren hätte ich kein Recht auf Beratungen gehabt und wäre trotzdem beitragspflichtig, plus Mahngebühren etc. Vom Recht her ok, ob das sozial im Sinne eines Vereins ist, vermag ich nicht so zu sehen. Ich rate jedenfalls allen von diesem Verein ab und werde ab jetzt in allen Foren mich dazu auslassen.

  25. Heidi Richter sagt:

    Ich warne ausdrücklich vor der Mietervereinigung Berlin e.V. Ich bin dort eingetreten, um mich beraten zu lassen, habe auf einem Fragebogen gutgläubig meine Rchtsschutzversicherung angegeben. Der beratende Anwalt Klaus Köpke hat ohne ein Mandat von mir zu haben zweimal bei meiner Rechtsschutzversicherung abgerechnet. Da wurde nicht nur mein Vereinsbeitrag abkassiert. Da ich Versicherung mit Eigenbeteiligung für den äußersten Fall (falls es vor Gerich geht) abgeschlossen hatte, steigt meine Eigenbeteiligung und die Versicherung HUK stellt sich auch stur. Meiner Meinung ist die Frage nach der Versicherung Absicht und ich bin vermutlich auch nicht die Einzige, die darauf reinfiel. Ich kann bis jetzt den Spandauer Mieterverein empfehlen.

  26. Norbert K. sagt:

    Bei Mieterschutzvereinen jeglicher Art ist es zwar möglich sich beraten zu lassen aber wenn es um eine Streitigkeiten geht wo Sie von vornherein nur geringe Chance sehen wiegeln sie lieber eher ab.

  27. De Giorgio sagt:

    Bin auch seit 4 Jahre Mitglied bei BMV
    wollte nur ganz schnell Bein Beitrag ohne es lang zu ziehen dazu sagen…
    Eingeschlafen zweitklassige Anwälte!
    Std langes warten!
    Und “helfen” im wirkliche Sinne des Worte tuen die dir nicht!!!
    Geht schneller wenn man übers Internet,Freunde oder Verwandte sich informiert…!
    Lässt die Finger von BMV!!!

  28. Paul Marenbach sagt:

    Die “Fessel-Klausel” empfinde ich nicht als Hindernis, ich wusste es freilich auch vor meiner Beitrittserklärung. Aber ich muss mich vielen Vorrednern anschliessen: Berliner Mieterverein, nein Danke!! Leider.

    Über zehn Jahre war ich Mitglied, bis dann doch mal ein mietrechtliches Problem entstand. U.a. hatte der Vermieter einfach das Guthaben aus Vorauszahlungen nicht ausgezahlt (200 EUR). Schriftl. Antwort des BMV : “Wenden Sie sich doch an den Vorbesitzer, schliesslich hat der Ihnen die Suppe eingebrockt” (Objekt war verkauft worden, was aber rechtl. völlig irrelevant war). OK, ein Fehltritt, aber es folgten weitere … letztlich habe ich durch Recherche in einschlägiger Literatur einen besseren jur. Überblick gehabt, als die Beratungsanwälte, und mich auch durchsetzen können, während der BMV nichts raten wollte/konnte. Letzte Auskunft des BMV lautete: “Ziehen Sie dort doch weg.”
    Fazit: Berliner Mieterverein e.V. : never ever again. Natürlich ist meine Mitgliedschaft längst aufgelöst. Die Berliner Mietergemeinschaft kann ich nicht beurteilen, aber als gebrandmarktes Kind lasse ich auch davon lieber die Finger.
    Unverständlich, dass Medien (z.B. RBB) dem BMV immer wieder so viele Sendeminuten zur Verfügung stellen…………..

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